Montag, 17. September 2012

Eiskaffee

Auch wenn die heißen Tage langsam vorbei sind wollen wir euch dennoch ein kürzlich kreiertes Eiskaffeerezept vorstellen.
Eine uns allen bekannte große Kaffeehauskette bietet seit einiger Zeit im Supermarkt im Kühlregal verschiedene fertige Kaffeegetränke an. Vielleicht seid ihr ja zufällig schonmal darüber gestolpert. Wir haben diese Fläschchen zum ersten mal dieses Jahr in den USA gesehen und fandens sehr lecker. Zurück in Deutschland haben wir dann festgestellt, dass es die gleichen Frappuccinos hierzulande auch gibt, wenn auch wie so vieles wesentlich kleiner als im amerikanischen Supermarkt. Der Preis war allerdings fast identisch und das kalte Kaffeevergnügen bei uns damit teurer - um nicht zu sagen beinahe unverschämt.
Der einzige Grund weshalb wir uns trotzdem ab und an etwas davon gönnten war der, dass diese Frappuccinos im Gegensatz zu denen anderer Hersteller ohne Carrageen auskommen und ich Carraggeen nicht vertrage. Also der einzige fertige Kaffee den ich überhaupt trinken kann.
Irgendwann beschloss ich dann aber, dass das auch günstiger selbst zu machen sein muss und fing an herumzuprobieren. Das Ergebnis ist allemal ein guter "Abklatsch" des Vanilla Frappuccino.






Zutaten: 
kalter Kaffee
Sahne (kalt)
Milch (kalt)
Vanillezucker (selbstgemacht)
Vanilleeis


Wie man Kaffee kocht erläutere ich an dieser Stelle nicht, das kriegt ihr selbst hin. ;)
Wie man Vanillezucker selbst macht erläutere ich dagegen weiter unten.

Man nehme ein großes Glas. Dieses wird etwa zur Hälfte mit Kaffee gefüllt. Wenn ihr lieber einen kräftigen Kaffeegeschmack haben wollt dann etwas mehr, wenn ihrs lieber weniger kaffeelastig und stattdessen süß haben wollt etwas weniger.
Das Glas dann mit Sahne und Milch im Verhältnis 3:2 auffüllen, jedoch etwas Platz lassen, schließlich müssen noch Eiskugeln hinein passen.
Nun rührt ihr ein paar Teelöffel Vanillezucker unter. Wann es euch süß genug ist solltet ihr selbst ausprobieren. Bedenkt aber, dass das Eis auch noch etwas Süße bringt.
Im Original ist das Getränk sehr süß.
Zum Schluss dann noch 1-2 Kugeln Vanilleeis ins Glas geben und leicht schmelzen lassen, das gibt obenauf eine schöne Creme. (auf dem Foto noch nicht vorhanden, aber es war schon fast dunkel draußen und ich musste mich etwas beeilen bevor es zu dunkel gewesen wäre)



Kommen wir zum selbstgemachten Vanillezucker.
Der ist denkbar einfach gemacht. Alles was ihr braucht ist irgendein anderes Rezept für das ihr das Mark einer Vanilleschote braucht.
Verarbeitet man Vanilleschoten, so bleibt nach dem Auskratzen derselben immer die feste Rinde übrig. Normalerweise hat man dafür keine wirkliche Verwendung, aber um sie einfach wegzuwerfen ist sie viel zu schade. In diesem "Abfall" steckt nämlich jede Menge Vanillegeschmack.
Steckt die ausgekratzte Schote einfach in eine Dose, ein Marmeladenglas oder eine kleine Flasche voller Zucker, verschließt das Ganze gut und lasst es etwa 4 Wochen durchziehen. Zwischendurch immer mal wieder schütteln damit sich keine Zuckerkruste um die Schoten bildet und sich das Aroma überall verteilt.
Eine Möglichkeit wäre auch die Schote im Mixer fein zu zermahlen und das mit Zucker zu mischen, allerdings ist es fraglich ob ihr wirklich schwarzes Pulver in eurem Vanillezucker haben wollt.

Übrigens ist die Schote auch danach noch zu schade um im Mülleimer zu landen. Es steckt immernoch genug Aroma darin um Vanilleextrakt selbst zu machen. Das ist nichts anderes als in Alkohol eingelegte Vanille. Am besten eignet sich dazu ein Schnaps mit wenig Eigengeschmack, also zum Beispiel sowas wie Vodka. Der Schnaps sollte außerdem mindestens 35% haben.
Das Verhältnis ist: 1 g Vanille auf 10 ml Alkohol.
Also abmessen, abfüllen und im Kühlschrank mindestens 4 Wochen lang durchziehen lassen. Auch hier wieder ab und an schütteln.




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