Freitag, 13. April 2012

Rahmspinat

Einige werden sich sicher fragen warum man Rahmspinat selbst machen sollte. Schließlich gibts den doch so gut fertig tiefgekühlt. Wer wirklich einen Grund haben will sollte einfach mal die Packung umdrehen und die Zutatenliste durchlesen. Darauf stehen unter anderem Spinat und Sahne... soweit so gut. Bei der Sahne könnte man sich an dieser Stelle schon fragen warum dahinter steht (8%). Pflanzliches Öl, Salz, Zucker, Gewürze... auch in Ordnung. Aber dann wären da noch Weizenmehl, Magermilchpulver, Molkenerzeugnis und Stärke. Weizenmehl ist nichts schlimmes, Stärke auch nicht, aber warum ist das da überhaupt drin? Schlagartig wird Spinat für den Gluten-Allergiker ungenießbar, dabei soll es doch eigentlich bloß Spinat sein. Außerdem frage ich mich: ist Magermilchpulver wirklich soviel günstiger als ein Schluck echte Milch oder einfach etwas mehr Sahne? Und was ist überhaupt ein Molkenerzeugnis?
Hin und wieder weiß ich ganz gern was ich da eigentlich esse und ich mag es nicht, wenn ich dann Wörter zu lesen bekomme unter denen ich mir erstmal nicht viel vorstellen kann.
Wer will schon vors Essen die Recherche stellen?
Jedenfalls... Molkenerzeugnis ist so etwas wie Käse. Ich schreibe bewusst "so etwas wie".
Wer denkt da nicht sofort an den inzwischen wohl bekannten Analogkäse? Und wem läuft bei diesem Wort schon das Wasser im Mund zusammen?

Für uns hieß es da mal wieder "Back to the Roots", wir machens so wie Großmuttern... naja fast.
Großmuttern hätte wahrscheinlich frischen Spinat genommen, aber den kriegt man halt nicht immer.

Was das Bild anbelangt... Rahmspinat ist... Rahmspinat. Da ist optisch einfach nichts zu retten.




Zutaten (für 2 Personen):
ca. ½ Beutel Blattspinat (TK oder entsprechend mehr frisch)
etwas Butter
1 kl. Zwiebel
2 EL Speckwürfel
Sahne
Käse (gerieben)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Stabmixer


Etwas Butter in einem Topf zerlassen und die fein gewürfelte Zwiebel und die Speckwürfelchen darin anbraten. Danach den Spinat dazugeben und zerfallen bzw. auftauen und warm werden lassen.
Nun kommt eine bis zwei Hand voll geriebener Käse und ein Schluck Sahne mit in den Topf, sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Um sicherzustellen, dass ihr Käse und nicht doch Molkenerzeugnis in eurem Spinat habt solltet ihr Käse am Stück kaufen und selbst reiben. Dann kommt der Stabmixer zum Einsatz. Damit den Spinat so lange zerkleinern bis er wie Rahmspinat wird. Sollte der Rahmspinat zu dickflüssig sein könnt ihr ihn mit etwas mehr Sahne oder Milch strecken.



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