Sonntag, 3. April 2016

You're hired: Schon wieder ein Stabmixer

Unser Verhältnis zu Stabmixern war in der Vergangenheit eher "angespannt" wenn man so will. Nachdem unser altes Modell von Clatronic nicht mal seinen eigenen Umtausch Wert war und daher nach kurzer Zeit in den Müll wanderte, musste logischerweise Ersatz her.

Diesmal wollten wir wenigstens versuchen, einen tauglichen Ersatz zu finden, der uns etwas länger begleitet. Und was soll ich sagen? Es scheint ganz so, als wäre uns das gelungen. Unser "neuer" Stabmixer samt Zubehör befindet sich nun schon so lange in unserem Besitz und durfte sein Können ausgiebig unter Beweis stellen, dass ich gar nicht mehr weiß, wann wir ihn gekauft haben. Es müsste so Ende 2013 oder spätestens Anfang 2014 gewesen sein. Wie ihr seht: eine ausgedehnte Testphase.

Entsprechend können wir euch heute guten Gewissens den - nicht mehr ganz kratzerfreien - Braun MQ 785 Pâtisserie + Multiquick 7 Stabmixer empfehlen. Den Stabmixer gibt es in verschiedenen Set-Größen. Zuversichtlich haben wir gleich das große Set mit Stabmixer, Schneebesen, Rührbecher, kleinem Zerkleinerer und großem Zerkleinerer bestellt, um einen würdigen Ersatz für eine richtige Küchenmaschine zu haben. Man kann ja durchaus seine Zweifel daran haben, ob so ein Stabmixer wirklich in der Lage ist, einen größeren Zerkleinerer mit ausreichend Power (das Tim Taylor Grunzen könnt ihr euch hier denken) zu betreiben. Antwort: Ist er.

Kommen wir aber mal zum genauen Umfang unseres Sets...

Da hätten wir den Hauptakteur, den Stabmixer. Er verfügt über eine "Kindersicherung", was auch gut so ist. Denn hat man ihn einmal mit Druck aufs obere Ende entsichert lässt sich der Stabmixer mit Druck auf den Mixknopf stufenlos regulieren. Er kann nicht nur an und aus in maximal zwei Stufen, sondern man kann sehr genau selbst einstellen, wie kräftig das Gerät arbeiten soll. Die Leistung des Stabmixers beträgt 600-750 Watt, was erstmal nach nicht übermäßig viel klingt. Bedenkt man allerdings, dass demnächst ein so großes Gerät wie ein Staubsauger nur noch 900 Watt maximal an Leistung aufnehmen darf, dann sind 750 Watt für einen solchen Winzling enorm.

Bemerkbar macht sich das, sobald man mal etwas älteren, ziemlich hart gewordenen Parmesan oder gar Eiswürfel zerkleinern will. Macht das Ding... einfach so. Und der Einzige, der dabei mit der Wimper zuckt ist man selbst, weil Eiswürfel im Schleudergang doch ganz schön Krach machen.

Dazu gehört natürlich der Stabmixeraufsatz mit  zwei Klingen. Wer braucht schon Lafers "Dreibläid", wenn auch zwei Klingen den nötigen Sog erzeugen, um eine Suppe oder Sauce weitestgehend spritzfrei zu pürieren?

Statt Eiweiß oder Sahne mit dem üblichen Handrührgerät steif zu schlagen greifen wir inzwischen eigentlich immer zum Schneebesen unseres Stabmixers. Eischnee und perfekt geschlagene Sahne gelingen einfach immer und der hohe Rührbecher lässt sich wesentlich einfacher mit der Hand gegen Spritzer abdecken, als es bei einer größeren Schüssel für das Handrührgerät der Fall wäre. Schneller gehts auch noch.



Zu den beiden Zerkleinerern gibts nicht viel zu sagen... Sie zerkleinern ohne viel Murren alles, was es in einer Küche üblicherweise zu zerkleinern gibt. Natürlich tragen die Behälter mit der Zeit innen Kratzer davon, gerade wenn man Eiswürfel und ähnlich hartes Zeug damit schreddert, aber wo gehobelt wird fallen nunmal Späne.

Apropos Späne... einen Reibeaufsatz für den großen Zerkleinerer gibts auch noch dazu. Gut für eine deutliche Zeitersparnis und noch besser für die Finger, die sonst gerne mal in der Reibe landen. Außerdem bringt der große Zerkleinerer eine Art Knethaken mit. Dieses Einsatzgebiet wurde von uns als einziges allerdings noch nicht erkundet.




Sonntag, 7. Februar 2016

Low Carb - Brownies - Glutenfrei

Unsere bisherigen low carb Backversuche waren immer eher mittelmäßig. Inzwischen können wir mit Gewissheit sagen, dass das schlicht und ergreifend an den falschen oder fehlenden Zutaten lag.

Nimmt man einmal das nötige Kleingeld in die Hand und investiert es in einen vernünftigen Süßstoff (Xylit oder Erythrit sind da unsere Favoriten) und einen anständigen Mehlersatz (Mandelmehl), dann klappts auch mit dem... Brownie. Leider leider sind Mandelmehl und auch die Süßstoffe nicht ganz billig, aber wenn man - wie wir - eher selten etwas backt ist das irgendwie noch zu verkraften. Wirklich ins Geld geht das erst, wenn man mindestens jedes Wochenende seine süße Dosis braucht. Glücklicherweise sind wir eher die herzhaften Typen.

Nunja... jedenfalls haben wir schon beim zweiten Versuch die perfekten Brownies fabriziert... aus unserer Sicht. Super schokoladig, man würde sich am liebsten reinsetzen. Und wenn man es nicht weiß kommt man im Leben nicht auf die Idee, dass die Brownies low carb sein könnten - und ganz nebenbei glutenfrei.

Am Rezept wollen wir euch natürlich teilhaben lassen... Also los...


Schwierigkeitsgrad:





  • Zutaten (für eine ca. 17x23cm Form):
  • 150g Schokolade (entweder zuckerfrei, z.B. Minus Z oder Xukkolade oder normale Schokolade mit mindestens 80% Kakao)
  • 150g Butter
  • 3 Eier
  • 100g Xylit (z.B. Xucker)
  • 1/2 Tütchen Backpulver
  • 100g Mandelmehl (entölt)
  • Milch
  • Vanilleextrakt (optional)


Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Schokolade und Butter werden in einem Topf oder in der Mikrowelle geschmolzen. Im Topf sollte man regelmäßig rühren und die Hitze nicht zu hoch drehen.

Zwei Eier kommen in eine Rührschüssel, das dritte Ei wird getrennt, denn aus dem Eiweiß machen wir Eischnee. Das Eigelb kommt ebenfalls in die Rührschüssel. Die Eier dann zusammen mit dem Xylit schaumig rühren. An dieser Stelle kann ggf. auch ein kleiner Schluck Vanilleextrakt dazu.

Wenn die Schokomischung komplett geschmolzen, aber nicht mehr sehr heiß ist, kann man sie unter Rühren langsam zum Ei gießen. Anschließend kommen Backpulver und Mandelmehl dazu. Ihr werdet schnell merken, dass dieser Teig unheimlich zäh wird. So zäh, dass unser Rührgerät kurz vor dem Zusammenbruch war und es unmöglich gewesen wäre, da Eischnee unterzuheben. Hier kommt die Milch ins Spiel. Eine genaue Menge können wir euch nicht nennen, denn hier mussten auch wir nach Gefühl vorgehen (wahrscheinlich so grob eine 3/4 Tasse). Der Teig sollte nicht zu flüssig sein, aber eben so, dass man den Eischnee gut unterheben und den Teig dann auch schön in einer Form verteilen kann.

Da wir keine non-stick Form in der passenden Größe haben haben wir eine Auflaufform leicht mit Butter ausgestrichen, dann ein Blatt Backpapier kurz unter dem Wasserhahn befeuchtet und gut ausgedrückt. So schmiegt sich das Papier leichter in die Form. Überstehendes Papier abreißen und den Teig in der Form verteilen.

Anschließend die Brownies ca. 30 Minuten backen. Wer keinen low carb "Puderzucker" hat kann den in der Zwischenzeit leicht selbst herstellen. Dafür einfach etwas Xylit oder Erythrit in den Zerkleinerer der Küchenmaschine geben. Wir haben dafür einen praktischen kleinen Zerkleinerer zu unserem Stabmixer dazu. Damit lassen sich die Kristalle wunderbar pulverisieren.

Nachdem die Brownies abgekühlt sind, mit dem "Puderzucker" bestäuben und servieren. Mit diesem "Puderzucker" lässt sich bei Bedarf übrigens auch gut etwas Sahne zu den Brownies süßen. Sowohl Xylit, als auch Erythrit lösen sich in Schlagsahne eher schlecht auf, in pulverisierter Form geht das etwas besser.

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten




Sonntag, 31. Januar 2016

Easy Bananen-Pancakes - Glutenfrei

Pancakes klingen nicht unbedingt nach einem gesunden Frühstück. Sie enthalten meist weißes Mehl und Zucker und saugen sich in der Pfanne dann auch noch ordentlich mit Fett voll.

Aber es geht auch anders. Ohne Mehl (was für Glutenallergiker von Interesse sein dürfte) und ohne zusätzlichen Zucker. Also beinahe schon gesund, auf jeden Fall aber "clean". Zugegebenermaßen gehen diese simplen Bananen-Pancakes nicht ganz als low carb durch, aber das müssen sie auch nicht unbedingt. Sie sind trotzdem eine Schlemmerei mit gutem Gewissen und ohne Zweifel kohlenhydratärmer als herkömmliche Pfannkuchen.

Wir sind jedenfalls begeistert von diesen herrlich bananig-süßen Pfannkuchen und vor allem davon wie schnell und einfach sie gemacht sind.


Schwierigkeitsgrad:






Als Gegengewicht zu den relativ süßen Pancakes gibt es bei uns immer eine Creme aus TK-Beeren dazu. Daher ist der erste Handgriff, eine Handvoll Beeren in einer Schüssel in der Mikrowelle zu erwärmen und sie anschließend mit dem Pürierstab zu zerkleinern. Ggf. sollte man die Creme mit etwas Wasser verdünnen. Natürlich kann man die Beerencreme auch süßen, das bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Wir allerdings verzichten auf Zucker oder Süßungsmittel.

Für die Pancakes die Banane schälen und mit einer Gabel in einer Schüssel zerdrücken. In einem Becher oder einer Tasse die zwei Eier aufschlagen und verquirlen und die Eiermasse anschließend zur Banane geben. Banane und Eier kann man nun mit der Gabel vermischen. Wer will kann nun auch ein klein wenig Vanilleextrakt zugeben. Die Anleitung für selbstgemachtes Vanilleextrakt ist in der Zutatenliste verlinkt. Der Pfannkuchenteig wäre damit schon fertig.

Eine flache Pfanne mit etwas Kokosöl (das passt geschmacklich sehr gut zur Banane, aber natürlich geht auch anderes Fett) auf mittlerer Stufe erhitzen. Da man die Pancakes lieber klein dimensionieren sollte, um sie gut wenden zu können, empfiehlt es sich, den Teig mit einer kleinen Saucenkelle zu portionieren. Pro Pancake sollte man ungefähr 1/4 Tasse Teig verwenden, ggf. sogar etwas weniger. Durch das komplette Fehlen von Mehl reißen die Pancakes beim Wenden sehr leicht, hier ist also ein wenig Zartgefühl gefragt und eine gute Non-Stick-Pfanne definitiv von Vorteil. Die Pfannkuchen sollten keinesfalls anbacken, denn dann könnt ihr höchstens noch süßes Rührei draus machen. ;)
Am besten wartet man mit dem Wenden, bis die Pancakes auf der Unterseite goldbraun sind, hebt sie an einer Seite leicht an und wendet sie in einem flachen Winkel auf die andere Seite. Quasi mehr ziehen als hochheben und flippen. Es ist schwer zu erklären, aber ihr werdet schnell merken, wie ihr die Pfannkuchen zu behandeln habt, damit sie am Stück bleiben. Eine große Wissenschaft ist es nicht, aber eben etwas anders als bei Pfannkuchen mit Mehl.

Die fertigen Pancakes könnt ihr leicht abtropfen lassen, bevor ihr sie auf den Teller verfrachtet. Durch das Fehlen einer saugfähigen Zutat bleibt das Fett überwiegend in der Pfanne. Somit muss man auch nicht nach jedem Pfannkuchen neues Fett in die Pfanne geben. Sehr vorteilhaft.

Die Pancakes dann einfach mit der Beerencreme garnieren. Fürs Foto kam bei uns noch geriebene low carb Schokolade mit Xylit darüber. Lecker, lecker!

Durch die überschaubare Zutatenliste gibts heute sogar mal eine ganz grobe Nährwertangabe. Diese bezieht sich allerdings nur auf die Pancakes pro Portion ohne Beerencreme und auch ohne das Kokosöl, da sich kaum sagen lässt, wieviel davon an den Pancakes haften bleibt.

Banane und Eier haben zusammen ca. 284 Kalorien bei einer 250g Portion. 15g Eiweiß und 30g Kohlenhydrate kommen dabei zusammen. Verglichen mit Standardpancakes sind das keine so schlechten Werte. Mit einer kleineren Banane und Größe L Eiern könnte man die Werte sogar noch ein wenig positiv beeinflussen, aber derartige Korinthenkackereien will man ja nicht schon morgens am Frühstückstisch.

Zubereitungszeit: ca. 10-15 Minuten




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